Um Informationen zur zielorientierten Weiterentwicklung des Unterrichts in den Berufsintegrationsklassen zu sammeln, haben Lehrkräfte der Städtischen Berufsschule 5 mehrere ehemalige Schülerinnen und Schüler der Berufsintegrationsklassen an ihren jetzigen betrieblichen Ausbildungsstellen besucht.

 

Während dieser Besuche wurden mit den Auszubildenden strukturierte Gespräche mit dem Ziel durchgeführt, besonders relevante Sprachhandlungen zu erfassen.

 

Als relevanteste Sprachhandlungen im Ausbildungsalltag ergaben sich:

  1. sich vorstellen, jemanden begrüßen, sich verabschieden
  2. Absprachen treffen
  3. Beschwerden verstehen und darauf reagieren
  4. um Hilfe bitten
  5. sich entschuldigen und auf Entschuldigungen reagieren
  6. Notizen verstehen und verfassen
  7. auf Lob und Kritik angemessen reagieren
  8. Vorschläge machen/annehmen/ablehnen

 

Folgende weitere Eindrücke konnten bei den Gesprächen gewonnen werden:

  • Ein persönlicher fester Ansprechpartner im Ausbildungsbetrieb während der gesamten Ausbildung wird als äußerst hilfreich erlebt.
  • Sozialkompetenzen haben eine im Vergleich zu kognitiven oder sprachlichen Fähigkeiten häufig übergeordnete Bedeutung.
  • Die Auszubildenden erleben Unterrichts- und Testformate in den Fachklassen der Berufsschule häufig als große Hürde.

 

Folgende Empfehlungen werden abgeleitet:

  • Zur Reflexion der eigenen Tätigkeit ist es für Lehrkräfte hilfreich, ehemalige Schülerinnen und Schüler der Berufsintegrationsklassen an ihren Ausbildungsstellen zu besuchen.
  • Schülerinnen und Schüler der Berufsintegrationsklassen profitieren von Netzwerken und Kontaktmöglichkeiten zu Ehemaligen. Diese Ehemaligen sind erfolgreiche Vorbilder für Integration. Kontakte zu Ehemaligen können sich positiv auf Leistung und Motivation der Schülerinnen und Schüler der Berufsintegrationsklassen auswirken.

Schule

Städtische Berufsschule 5 Nürnberg


 

Ansprechpartner

Alexander Meier

Die „Hilfen für Lehrkräfte zur Erstellung sprachsensibler Leistungserhebungen“ geben Schritt für Schritt Hinweise, was Lehrkräfte in Bezug auf sprachsensible Leistungserhebungen beachten sollten und welche Kenntnisse die Schülerinnen und Schüler benötigen, damit sie in die Lage versetzt werden, Aufgabenstellungen adäquat zu bearbeiten.

Hintergrund der Entwicklung dieser Hilfe war die Beschulung einer steigenden Zahl nichtalphabetisierter Schülerinnen und Schüler und die daraus erwachsende größere Heterogenität der Klassen. Dies führte zu dem Bedarf, Empfehlungen zur Erstellung und Korrektur von Leistungsnachweisen für alle Lehrkräfte zu erarbeiten und eine fächerübergreifende Operatorenliste für verschiedene Niveaustufen der Sprachbeherrschung zu erstellen.


© 2017 Stiftung Bildungspakt Bayern