Schulorganisation

Schulorganisation

Die Berufsintegrationsklassen bringen in Abstimmung und Zusammenarbeit mit dem Kooperationspartner besondere schulorganisatorische Aufgaben mit sich. Verschiedenste interaktive, zeitliche und räumliche Gegebenheiten sind wichtige Parameter für eine erfolgreiche Beschulung von Asylbewerbern und Flüchtlingen.

Insbesondere ergeben sich als Zwischenergebnis des Modellprojektes folgende Empfehlungen:

Räume

  • Die Klassenräume der Berufsintegrationsklassen sollten neben denen der anderen Klassen liegen. So wird eine Möglichkeit geschaffen, ungezwungene und regelmäßige Kontakte zwischen verschiedenen Klassen zu ermöglichen.
  • Die Distanzen zwischen Stammschule und externen Klassenräumen sollten möglichst gering gehalten werden. Für das Team aus Lehrkräften und sozialpädagogischen Fachkräften wird so die interne Kommunikation und die Teambildung erleichtert.
  • Die räumliche und zeitliche Ermöglichung regelmäßiger Abstimmungen des Teams der Berufsintegrationsklassen ist hilfreich.
  • Das Büro des Kooperationspartners wird an der Schule etabliert. Die Anwesenheit aller an den Berufsintegrationsklassen Beteiligten ist eine wichtige Gelingensbedingung, da die Voraussetzung der räumlichen Nähe regelmäßige Teambesprechungen erleichtert.

Netzwerk

  • Funktionierende Netzwerke sind bedeutend für eine erfolgreiche Beschulung und den erfolgreichen Übergang in eine Ausbildung. Erforderliche Maßnahmen lassen sich beschleunigen und es können Möglichkeiten geschaffen werden, die entscheidend für den Zugang zu einer Berufsausbildung sind. Die Schule knüpft und pflegt deshalb regelmäßige Kontakte mit verschiedenen Ansprechpartnern, sodass sich ein Netzwerk bildet.
  • Wichtige Ansprechpartner sind:
    • Agentur für Arbeit, Jobcenter
    • Regionale Betriebe
    • IHK, HWK
    • Mittelschulen
    • Jugendhilfe-Einrichtungen, Jugendamt (wichtig bei unbegleiteten Minderjährigen), Jugendmigrationsdienst
    • Asylsozialberatung, Sozialamt
    • Ausländerbehörde
    • Vereine, Kirchen
    • Sachaufwandsträger, Kommunen
    • Wohngruppen, Vormünder
    • Polizei
    • Institutionen im Gesundheitswesen

Zusammenarbeit mit dem Kooperationspartner

  • Die Schule stellt eine gute und enge Zusammenarbeit mit dem Personal des Kooperationspartners sicher. Dies ist bedeutend für den erfolgreichen Unterricht in Berufsintegrationsklassen. In die enge Zusammenarbeit werden neben den Lehrkräften die sozialpädagogischen Fachkräfte in besonderem Maße einbezogen.
  • Durch mindestens wöchentliche Teamsitzungen des gesamten Teams (Personal der Schule und des Kooperationspartners) können gemeinsame Konzepte erarbeitet und anderweitige Anliegen aufeinander abgestimmt werden.

Qualitätsmanagement

  • An der Schule sollte zur langfristigen Sicherung der Qualität ein Qualitätsmanagementsystem (QmbS) integriert und auf den Kooperationspartner übertragen werden. Dadurch können gemeinsame Zielsetzungen in den Bereichen Organisationsentwicklung, Personalentwicklung und Unterrichtsentwicklung erarbeitet werden.
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